United States Holocaust Memorial Museum
International Archival Acquisitions Program
Erschließung von Beständen für das United States Holocaust Memorial Museum (USHMM), Washington, D.C., im Bundesarchiv Berlin und im Archiv des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen im Rahmen des „USHMM International Archival Acquisitions Program“.
Das USHMM International Acquisition Program dient der Sammlung von Akten in europäischen Archiven, die die Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung in Europa dokumentieren.
Facts & Files verzeichnete Karteikarten, Akten und ganze Sammlungen – darunter Gerichtsakten aus den Jahren 1933 bis 1945, Dokumente aus dem sogenannten „NS-Archiv“ des Ministeriums für Staatssicherheit, Akten von Opferverbänden (einschließlich des Verbandes der Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung) sowie Akten von DDR-Gerichten und Staatsanwaltschaften zu NS-Verbrechen und andere Sammlungen wie die der IG Farben und des Reichsarbeitsministeriums. Die katalogisierten Dokumente wurden inhaltlich ausgewertet, systematisch indexiert und für die Mikroverfilmung oder Digitalisierung vorbereitet.
Im Bundesarchiv Berlin hat Facts & Files zunächst Akten ausgewertet, die sich als „NS-Archiv“ des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit im Zwischenarchiv Dahlwitz-Hoppegarten befanden. Zu Beginn der 1950er Jahre hatte das Ministerium für Staatssicherheit begonnen, in Berlin-Hohenschönhausen eine zentrale Sammlung personenbezogener Unterlagen für „operative“ Zwecke aus vielfältigen Quellen zusammenzutragen.
Dann wurden Akten der deutschen Justiz aus den Jahren 1933 bis 1945 beschrieben und ausgewertet. In diesen Akten spiegelt sich die Verfolgung von Kommunisten und Sozialdemokraten durch die Nationalsozialisten wider. Ebenso beinhalten die Bestände Dokumente zu Verfahren gegen Juden, die wegen Devisenvergehens, „Rassenschande“ oder „Volksverhetzung“ durch die nationalsozialistische Justiz angeklagt wurden.
Außerdem haben wir im Rahmen dieses Projekts Akten verfilmen lassen, die aus Opferverbänden wie der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes stammen. Diese Akten enthalten detaillierte Informationen über Konzentrations- und Vernichtungslager.
Im Archiv des Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen (heute eine Abteilung des Bundesarchivs) befinden sich zudem Akten von DDR-Gerichten und Staatsanwaltschaften, die Verfahren zu NS-Verbrechen betreffen. Die Recherchen wurden im Jahr 2015 beendet.
Weitere Arbeiten im Bundesarchiv betrafen Akten der IG Farben, des Reichsarbeitsministeriums und weitere Bestände.
Einen Überblick über die Archivbestände des USHMM finden Sie hier:
http://www.ushmm.org/research/research-in-collection

