Kunstsammlung von August, Serena und Erich Lederer

© ÖNB / Martin Gerlach, Vienna, number 465.840-D
Undatierte Aufnahme von Serena Lederer in ihrer Wohnung in Wien, Bartensteingasse 8. Drei Gemälde Gustav Klimts "Wally", "Goldener Apfelbaum" und ihr eigenes Portrait sind an der Wand zu sehen. © ÖNB / Martin Gerlach, Wien, 465.840-D
Erich Lederer, son of Serena and August Lederer, in front of his portrait by Egon Schiele, undated. © Archive Ralf Jacobs
Erich Lederer, Sohn von Serena und August Lederer, vor seinem Portrait von Egon Schiele, undatierte Aufnahme. © Archiv Ralf Jacobs

Sammlungsrekonstruktion August, Serena und Erich Lederer

Seit Februar 2020 recherchiert Facts & Files im Auftrag von Ralf von Jacobs zur Kunstsammlung von August, Serena und Erich Lederer. Das erste Projekt wurde am 31. Januar 2021 abgeschlossen. Das Folgeprojekt begann im Juni 2021.

 

Das erste Forschungsprojekt hatte zum Ziel, die Kunstsammlungen von August, Serena und Erich Lederer zu rekonstruieren.  Dazu mussten zum einen die bisherigen Informationen, Dokumente und Archivalien gesichtet, aufbereitet und analysiert werden, um darauf aufbauend weitere Recherchen zu planen. Zudem wurden Bankunterlagen und Versicherungsdokumente in der Schweiz, Deutschland und Österreich ermittelt und ausgewertet, die Informationen zur Sammlung Lederer vor 1938 bieten konnten. Der Verfolgungskontext der Familie Lederer, insbesondere die „Arisierung“ des weiteren Vermögens wie die der Unternehmen, musste näher erforscht und beschrieben werden. Möglicherweise gab es zwischen den „Arisierungen“ und dem Verbleib der Kunstsammlungen Zusammenhänge. Dies sollte geprüft werden.

Einen weiteren Schwerpunkt bildete der Gestapo-Raub im März 1938 in Wien, zu dem bislang Hinweise in einer Rückerstattungsakte vorlagen. Um weitere Informationen zu dieser Plünderung zu ermitteln, sollten einerseits das Personal der Hausdurchsuchung und die genaue Befehlskette sowie andererseits die wenigen bekannten Kunstwerke und Objekte identifiziert und ihr Verbleib recherchiert werden. Dazu mussten die an der Hausdurchsuchung im März 1938 beteiligten Gestapobeamten ermittelt und deren weitere Tätigkeiten dokumentiert werden, die wenigen Unterlagen des SD Wien gesichtet und weitere Archivalien der Gestapo recherchiert werden.

Die Archivrecherchen wurden durch eine Auswertung der Forschungsliteratur und der Werksverzeichnisse ergänzt.

Als Ergebnis konnte das erste Provenienzforschungsprojekt 14 Kunstwerke der Sammlung Lederer ermitteln, die 1939 noch vorhanden waren, deren heutiger Verbleib aber völlig unbekannt ist.

Zu diesen soll im zweiten Projekt weiter recherchiert und weitere Informationen zur Rekonstruktion der Sammlung ausgewertet werden.

Das Forschungsprojekt wird vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste finanziert.

Forschungsergebnisse

Nachruf auf August Lederer im "Wiener Salonblatt", 17. Mai 1936 © ANNO
Nachruf auf August Lederer im "Wiener Salonblatt", 17. Mai 1936. © ANNO - AustriaN Newspapers Online http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?apm=0&aid=wsb&datum=19360517&seite=15
Werbeanzeige der Hangya, Budapest, 1940.
© Magyar Kereskedelmi és Vendéglátóipari Múzeum ; Licence: CC BY-NC-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/

Serena Lederer wurde am 20. Mai 1867 in Budapest als Tochter von Simon Siegmund Pulitzer und dessen Ehefrau Charlotte, geb. Politzer geboren. Am 5. Juni 1892 heiratete Serena Pulitzer den am 3. Mai 1857 in Böhmisch-Leipa geborenen Großindustriellen August Lederer. August Lederer war leitender Direktor der Raaber Spiritusfabrik AG und der Jungbunzlauer Spiritus AG. August Lederers Vater, Ignaz Lederer (1820-1896), hatte bereits 1859 eine Raffinerie für Alkohol in Böhmisch-Leipa gegründet. Diese verlegte er 1867 nach Jungbunzlau und führe dort ein neues Verfahren ein, das es ermöglichte, aus Zuckerrübenmelasse besseren Spiritus zu erzeugen. Seine Söhne Richard, Julius, Emil und auch August traten in das Unternehmen ein. Richard Lederer verstarb überraschend im Jahr 1900. Daraufhin übernahm August Lederer die Leitung, verlegte 1901 den Sitz der Unternehmensgruppe nach Wien und kaufte weitere Fabriken hinzu.

August und Serena Lederer lebten in Wien, in Schloss Weidlingau und in einer Wohnung auf dem Fabriksgelände in Raab/Györ. Auf Initiative von Serena Lederer sammelte das Paar Kunstwerke Egon Schieles, Gustav Klimts und anderer Künstler. Außerdem sammelten sie Werke der Renaissance. August und Serena Lederer werden heute als die wichtigsten Mäzene von Gustav Klimt betrachtet. Der von ihnen angekaufte Beethovenfries Klimts hat in Österreich bis heute eine immense Symbolik.

Zudem erwarb das Paar zahlreiche Zeichnungen von Egon Schiele, der ihrem Sohn Erich Zeichenunterricht gab.

Nach dem “Anschluss” Österreichs hielt sich Serena Lederer seit März 1938 überwiegend in Raab/Györ und Budapest auf, nachdem sie wie ihre Söhne Erich und Fritz aus Wien geflohen war. Ihre Tochter Elisabeth blieb in Wien. Deren Ehemann ließ sich von ihr scheiden, ihr kleiner Sohn starb. Erich Lederer emigrierte über Paris nach Genf.

Zur Kunstsammlung von August und Serena Lederer hatte vor allem bisher Sophie Lillie geforscht. In ihrer Monographie zum „Beethovenfries“ von Gustav Klimt und ihrer Dissertation untersuchte sie die Sammlungstätigkeit und das Schicksal der Sammlung ab 1938. Zur Sammlung Lederer gibt es kein vollständiges Inventar, sondern einige Listen, die zu unterschiedlichen Zwecken zu verschiedenen Zeitpunkten angefertigt wurde.

Werke der Renaissance und des Mittelalters erwarben August und Serena Lederer u.a. auf Auktionen der Sammlungen von Adalbert Freiherr von Lanna, Adolf von Beckerath, Emil Weinberger, Wilhelm Gumprecht, Heinrich Freiherr von Tucher, Augustin Gilbert, Camillo Castiglioni und Richard von Kaufmann.

Der Kunsthistoriker Leo Planiscig (1887-1952), Experte für Skulpturen der Renaissance, der ab 1914 bis 1938 als Kurator am Kunsthistorischen Museum Wien tätig war, publizierte häufig über Objekte der Sammlung Lederer. Seine Forschungen und auch die Publikationen des Kunsthistorikers Bernard Berenson (1865-1959) bildeten eine wichtige Grundlage für die Identifizierungen von Werken der italienischen Renaissance im Forschungsprojekt.

August Lederer verstarb am 30. April 1936. Die Kunstsammlung verblieb bei seiner Witwe Serena.

Die wirtschaftliche Ausplünderung der jüdischen Bevölkerung ist wahrscheinlich für kein Land so detailliert erforscht worden wie für Österreich. Die 1998 eingesetzte Historikerkommission der Republik Österreich untersuchte sowohl die Entziehung von Vermögen als auch die Rückgabe nach Kriegsende, die in Österreich Rückstellung genannt wird. Ab 2003 wurden die Ergebnisse veröffentlicht, bis 2004 waren alle 49 Studien der Historikerkommission publiziert. Sie sind hier vollständig online zu finden.

Die Recherchen zum Verfolgungskontext der Familie Lederer, insbesondere die „Arisierung“ des weiteren Vermögens wie der Unternehmen, umfassten auch die Ermittlung von Unterlagen zu Hermann Berchtold (geb. 1899), der als Treuhänder ab 1938 eine zentrale Rolle bei der Verfolgung der Familie spielte.

Bei der Auswertung der durch die Archivrecherchen ermittelten Dokumente tritt ein Netzwerk von „alten Kämpfern“ zu Tage, die als kommissarische Verwalter, Treuhänder etc. ab 1938 Vermögen von nach NS-Definition jüdischen Unternehmern verwalteten und erwarben. Diese Personen waren gut ausgebildet, stammten aus bürgerlichen Familien, hatten am Ersten Weltkrieg als Soldaten teilgenommen und sich früh der SA und der NSDAP angeschlossen.

Einige von ihnen, wie Otto Braun und der bereits erwähnte Hermann Berchtold, waren nach dem Ersten Weltkrieg in „Fememorde“ verwickelt und mussten Deutschland verlassen. Sie bauten in Ungarn und Spanien wirtschaftliche Strukturen auf, die sie ab 1933 nutzen konnten, um von der nationalsozialistischen Regierung in Deutschland im Ausland finanziell zu profitieren. Diese Strukturen zeigten sich auch bei der Verwaltung und „Arisierung“ des Vermögens der Familie Lederer.

Die Pfeilkreuzlerbewegung in Ungarn wurde ab 1933 massiv durch nationalsozialistische Investitionen unterstützt. Die Recherchen ergaben, dass bei der ungarischen Genossenschaftsbank Hangya, die bereits Ende 19. Jahrhunderts gegründet worden war, deutsche Nationalsozialisten wie Otto Braun Einfluss nahmen und in Ungarn jüdische Unternehmen wie Kühlhäuser, Futterfabriken und Essigdestillen erwarben. Natürlich geriet der Lederer-Konzern als größter Spiritusfabrikant in den Focus dieser Leute. Auch Hermann Berchtold, der ab 1938 Treuhänder des Lederer-Konzerns werden sollte, war in diesem Netzwerk in Ungarn tätig. Er wurde über den Kontakt der Hangya bereits 1936 zusammen mit Otto Braun Vorstandsmitlied des Verkaufsbüros österreichischer Waldbesitzer und ab 1937 der Waldbesitzer-Genossenschaft in Österreich. Allerdings konnte Hermann Berchtold nicht persönlich an Sitzungen in Wien teilnehmen, weil er 1936 dort noch wegen Mordes zur Fahndung ausgeschrieben war. In Deutschland war er unterdessen amnestiert worden und übernahm in Stuttgart 1933 einen wichtigen Posten als SA-Führer. Trotz einer Inhaftierung nach dem Röhm-Putsch 1934 war Berchtold 1936 bei der von ihm und Otto Braun in Berlin gegründeten Firma namens Transdanubia GmbH tätig. Die Transdanubia war mit der Hangya in einem Konglomerat von Unternehmen verbunden.

Nach dem „Anschluss“ Österreichs im März 1938 wurden Hermann Berchtold und Otto Braun Mehrheitseigener der Waldbesitzer-Genossenschaft. Kurz danach wurde Hermann Berchtold Treuhänder des Lederer-Konzerns.

Als Bindeglied zwischen Industrie und Landwirtschaft waren der Lederer-Konzern und seine Unternehmungen volkswirtschaftlich bedeutsam. Spiritusprodukte waren für die Rüstung und Kriegsführung essentiell. Die „Arisierung“ dieser Unternehmen war für die Nationalsozialisten auch deshalb von besonderem Interesse.

In einem vertraulichen Bericht der Wiener Devisenstelle wurde festgestellt, dass Hermann Berchtold und ein involvierter Bankier namens Adolf Boehm aus München gegen Devisenbestimmungen verstoßen hatte. Obwohl die Devisenstelle ursprünglich zur Familie Lederer ermittelt hatte, wurden diese Untersuchungen eingestellt, weil sich nichts Belastendes fand. In Ungarn hatte unterdessen ein Bekannter von Hermann Berchtold und Otto Braun, Eugen Bogdanffy, die Kontrolle über das ungarische Unternehmen Raaber Spiritus AG gewonnen, die auf bislang unklarer Grundlage vom ungarischen Staat unter Horthy enteignet wurde.

Hermann Berchtold „arisierte“ Unternehmen, die zum Lederer-Konzern gehörten, und bediente sich dazu offensichtlich Strohmänner, die für ihn die Gesellschaften erwarben. Seine hohen Einnahmen als Treuhänder und zugleich als Geschäftsführer bei den „arisierten“ Unternehmen führte zu Ermittlungen des Reichswirtschaftsministeriums.

Hermann Berchtold tauchte nach 1945 unter und wurde in Wien strafrechtlich verfolgt. Angeblich lebte er als Conrado Fernando Mayer in Zürich und hatte die spanische Staatsangehörigkeit, die er bereits vor 1933 erworben hatte. Seit Aufenthaltsort und der seiner Ehefrau Charlotte, geb. Krüger, blieb unbekannt. Sein Kompagnon Otto Braun lebte nach dem Krieg in Wien und betrieb ein Import-Export-Geschäft.

Die Kunstsammlung befand sich Ende 1939 teilweise als Umzugsgut bei einer Spedition, ein weiterer Teil war vom Denkmalschutzamt beschlagnahmt und untergestellt worden, andere Objekte waren im Schloss Weidlingau, bei der Tochter Serena Lederers, Elisabeth Bachofen-Echt, und im Collegium Hungaricum in Wien untergebracht. Zur Plünderung der Sammlung Lederer durch die Gestapo im März 1938 konnten keine Dokumente ermittelt werden. Die Akten zu dem für die Gestapo Wien den Bereich „Aufbauarbeit“ leitenden Münchner Gestapo-Mann Franz Josef Huber enthalten dazu keine Hinweise. Auch sind in den Akten der Vermögensverkehrsstelle dazu keine Informationen zu ermitteln. Allerdings ist die Plünderung bei Maria Lederer in der Nacht vom 13. auf den 14. März 1938 durch eine Anzeige von Maria Lederer und diverse Ermittlungen dokumentiert. Bei dieser Plünderung beschlagnahmten NSDAP-Angehörige Schmuck aus der Wohnung von Maria Lederer, der anschließend an einen gewissen „Parteigenossen“ Günther weitergeleitet wurde, aber danach nicht mehr auftauchte.

In seiner Funktion als Treuhänder wollte Berchtold die Kunstsammlung der Lederers verkaufen, um damit die Schulden des Lederer-Konzerns zu tilgen, die nach 1938 errechnet worden waren. Dazu kam es jedoch nicht: vielmehr wurden einige Kunstobjekte für den „Sonderauftrag Linz“ „reserviert“ und dafür von Hans Posse begutachtet. In der Online-Edition von Posses Reisetagebüchern sind diese Objekte dokumentiert.

Unterdessen hatte die Staatsanwaltschaft Wien Ermittlungen wegen Nichtanmeldung jüdischen Vermögens eingeleitet. Dieses Strafverfahren konzentrierte sich dann auf Serena Lederer und auch auf die Frage, ob sie ungarische Staatsbürgerin sei oder nicht. 1942 wurde die Kunstsammlung in Österreich durch die Staatsanwaltschaft beschlagnahmt, verblieb aber an den jeweiligen Lagerungsorten. Bei der Spedition Kirchner & Co. in Wien lagerten Gemälde von Gustav Klimt, von denen einige auf der Ausstellung 1943 der Wiener Secession gezeigt wurden, die auf Wunsch Baldur von Schirachs organisiert wurde. Andere Kunstwerke aus der Sammlung Lederer, darunter auch Teile des Beethoven-Fries‘ und Zeichnungen, wurden für die Ausstellung vom Denkmalamt und dem Rechtsanwalt von Elisabeth Bachofen-Echt ausgeliehen.

Am 27. März 1943 starb Serena Lederer in Budapest. Elisabeth Bachofen-Echt war gezwungen, aus der Sammlung ihrer Eltern Kunstwerke an Kunsthändler und auch zwei Gemälde Gustav Klimts, “Die Philosophie” und “Die Jurisprudenz” an die Österreichische Galerie in Wien zu verkaufen.

Im Frühjahr 1944 wurden Kunstwerke in Verlagerungsorte gebracht, Kunstwerke im Umzugsgut blieben bei der Spedition. Einige Objekte gelangten in das Schloss Immendorf, andere nach Thürnthal, in Bankdepots und nach Bad Aussee. Im Juli 1944 teilte die Spedition mit, dass das bei ihnen abgeforderte Umzugsgut leider nicht bereitgestellt werden könne, da es zerbombt worden sei.

Im Mai 1945 wurde im Schloss Immendorf ein Brand gelegt, dem Kunstwerke zum Opfer fielen.

Nach 1945 tauchten Objekte des Umzugsguts von Serena Lederer bei amerikanischen Militärs in Wien auf. Die in Thürnthal und Bad Aussee lagernden Kunstwerke wurden nach langwierigen Verfahren mit den Konkursverwaltern der Nachlässe von August und Serena Lederer in einem Vergleich mit Erich Lederer freigegeben. Einen Teil der Schulden der Nachlässe musste Erich Lederer mit den Erlösen aus Verkäufen von Kunstwerken zurückzahlen. Um die ihm gehörenden Kunstwerke aus Österreich ausführen zu dürfen, benötigte er Genehmigungen des Bundesdenkmalamtes. Diese wurden ihm zunächst nicht erteilt. Vielmehr fand das statt, was in Österreich häufiger geschah: Erpressungen, indem Kunstwerke Österreich geschenkt wurden, wofür deren Eigentümer Ausfuhrgenehmigungen für andere Kunstwerke erhielten.

1949 kamen so Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen in das Eigentum von Wiener Museen und der Republik Österreich. Diese abgepressten „Schenkungen“ entsprachen den Wünschen der Museumsdirektoren, die diese dem Bundesdenkmalamt vorgetragen hatten. Außerdem wurden Vorkaufsrechte für Österreich verlangt. Erst ab 1950/1951 konnte Erich Lederer über die restliche Kunstsammlung seiner Familie verfügen und diese ausführen.

Erich Lederer führte 1951 Kunstwerke in die Schweiz aus. Der amerikanische Kunsthistoriker und Kunsthändler Harold Woodbury Parsons (1882-1967) war ihm dabei behilflich, die zurückgegebenen Objekte an amerikanische Museen zu verkaufen. Wichtige Berater Erich Lederers waren außerdem der Kunsthistoriker Wilhelm Suida (1877-1959), der Forschungsleiter der Samuel H. Kress Foundation war, und die Kunsthistorikerin und Kunsthändlerin Lili Fröhlich-Bum (1886-1981). Erich Lederer unterstützte mit seiner Expertise die Forschungen zur Wiener Moderne und auch Alice Strobl beim Erstellen ihres Werkverzeichnisses zu Gustav Klimt. Erich Lederer erwarb außerdem selbst Kunstwerke, u.a. von Rudolf Leopold. Nach seinem Tod schenkte seine Witwe Elisabeth dem New Yorker Metropolitan Museum 72 Bronzeskulpturen und Plaquetten.

Weitere Schenkungen folgten an das Kunstmuseum Basel und die Albertina in Wien.

1999, 2000 und 2012 wurden die als „Schenkungen“ überlassenen Kunstwerke mit Ausnahme des Beethovenfrieses an die Erben nach Erich Lederer restituiert.

Lucas Cranach, der Ältere: Portrait eines Frau, 1522
Lucas Cranach, der Ältere: Portrait eines Frau, 1522. Öl auf Holz. Samuel H. Kress Collection, 1959.9.2. Courtesy National Gallery of Art, Washington. https://www.nga.gov/collection/art-object-page.45887.html. Wahrscheinlich ab 1921 in der Sammlung Lederer.