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Sammlungsrekonstruktion August, Serena und Erich Lederer

Seit Februar 2020 recherchiert Facts & Files im Auftrag von Ralf von Jacobs zur Kunstsammlung von August, Serena und Erich Lederer.

Serena Lederer wurde am 20. Mai 1867 in Budapest als Tochter von Simon Siegmund Pulitzer und dessen Ehefrau Charlotte, geb. Politzer geboren. Am 5. Juni 1892 heiratete Serena Pulitzer den am 3. Mai 1857 in Böhmisch-Leipa geborenen Großindustriellen August Lederer. Auf Initiative von Serena Lederer sammelte das Paar Kunstwerke Egon Schieles, Gustav Klimts und anderer Künstler.

August und Serena Lederer bekamen drei Kinder: Elisabeth, Erich und Fritz.

Ein Sammlungsinventar ist nicht erhalten. Die Kunstsammlung wurde durch die Nationalsozialisten ab 1938 konfisziert. Außerdem gab es im März 1938 eine Durchsuchung der Wohnung Serena Lederers, wobei von den Gestapo-Leuten die Teile der Sammlung, nämlich Handzeichnungen und Aquarelle, geplündert wurde.

Der Rest der in Österreich verbliebenen Kunstsammlung wurde dann Ende 1939 offiziell von der Gestapo konfisziert und „sichergestellt“. Bis heute ist nur teilweise geklärt, welche Kunstwerke Erich Lederer nach dem Krieg vom österreichischen Staat zurückbekommen hat. Es gilt deshalb, die Sammlung Lederer zu rekonstruieren, um weitere Kunstwerke identifizieren zu können und deren Verbleib zu klären.

Das Projekt wird vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste finanziert.

 

 

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 © ÖNB / Martin Gerlach, Wien, 465.840-D

Bildnis Serena Lederer, in ihrer Wohnung in Wien, Bartensteingasse Nr. 8, undatiert. An der Wand drei Gemälde von Gustav Klimt: "Wally", "Goldener Apfelbaum", und ihr eigenes Porträt "Bildnis Serena Lederer".


Ansprechpartner

Beate Schreiber
Facts & Files
T: +49 (0)30 / 480 986 20
schreiber@factsandfiles.com