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Schweriner Volkszeitung, June 21, 2006

Erschossen in Moskau (Shot in Moscow)


Ausstellung erinnert an Opfer sowjetischer Justizwillkür

Excerpt in German

Paul Marckwardt verschwand am 1. März 1951 spurlos. Der 41-jährige Schweriner war auf dem Weg zur Arbeit festgenommen worden. Am Demmlerplatz verurteilte ihn das sowjetische Militärtribunal im September als Konterrevolutionär und Spion zum Tode. In Moskau wurde das Urteil im Dezember 1951 vollstreckt.

Erst im Oktober 2005 erfuhr die Tochter Christa Malchow über das Rote Kreuz vom Schicksal Paul Marckwardts. [...]

Kein Einzelfall. [...] Für diese Opfer wurde gestern im Schweriner Gerichtsgebäude am Demmlerplatz die Ausstellung "Erschossen in Moskau..." eröffnet.  Etwa 1000 Deutsche waren zwischen 1949 und 1953 von sowjetischen Militärgerichten zum Tode verurteilt und in Moskau hingerichtet worden. 150 der Verurteilten kamen aus Mecklenburg und Vorpommern. Das ergaben die Recherchen für die Ausstellung in russischen Archiven, sagte Jörg Rudolph vom Historischen Forschungsinstitut Facts&nbsp& Files Berlin vor der Eröffnung der Schau. [...]

by Thomas Volgmann

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