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"Eichmann-Akten" im Bundesarchiv in Dahlwitz-Hoppegarten

Presseerklärung vom 24.3.2000


Im "Speicher" der 1990 aufgelösten Hauptabteilung IX/11 des Ministeriums für Staatssicherheit fanden und werden sich auch in den nächsten Jahren vernichtet geglaubte Akten von Reichsbehörden, NSDAP-Stellen und deren Gliederungen und private Nachlässe finden lassen, so auch eine Sammlung von "Eichmann-Akten" aus der Zentralstelle für jüdische Auswanderung in Wien. Der Berliner Archivar und Historiker Jörg Rudolph - seit 1999 Partner im Historischen Forschungsinstitut Berlin Facts & Files - konnte in den Jahren seit Öffnung des Geheimarchivs der "Nazi-Jäger" des MfS mehrere Tausend Akten einsehen.

Ein klassisches Findmittel zu der ca. 5500 laufende Meter umfassenden Aktensammlung existiert bis heute nicht. Obwohl eine systematische Reihung oder innere Ordnung der Akten nicht mehr existiert, hat Jörg Rudolph durch systematische Recherchen und auch durch Zufall Unterlagen aus den Registraturen des SD-Wien, der Sicherheits- und Ordnungspolizei und verfolgter Organisationen Österreichs in diesen Sammlungen gefunden.

Seine Erfahrungen mit den NS-Beständen und Gedanken zur Archivgeschichte der MfS HA IX/11 fanden Eingang in Publikationen zum Thema - u.a. Jörg Rudolph: "Geheime Reichskommandosache!" Hexenjäger im Schwarzen Orden. Der H-Sonderauftrag des Reichsführers-SS, 1935-1945. In: Sönke Lorenz u.a., Himmlers Hexenkartothek, Bielefeld 1999, S. 47-97.

Presseberichte:

Spiegel Online vom 26.3.2000
"Tausende Akten über Eichmanns Vorgehen in Österreich entdeckt"

Der Spiegel vom 27.3.2000
"Das Wiener Modell" von Klaus Wiegrefe

Berliner Morgenpost vom 4.4.2000
"Nach Aktenlage: Adolf Eichmann in Wien" von Sven Felix Kellerhoff

Die Welt vom 30.6.2000
"Vielleicht wollen sie doch nicht bleiben" von Anna Scheer

 

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