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Berliner Morgenpost vom 12.12.2005

Tod in Moskau

 

Fast tausend Deutsche wurden mit Hilfe der Stasi entführt und später hingerichtet

 

Auszug

 

Die Entführung Walter Linses, als Mitarbeiter des antikommunistischen Untersuchungsausschusses freiheitlicher Juristen den Machthabern in Ost-Berlin und Moskau ein Dorn im Auge, gehört zu den bekanntesten Verbrechen des späteren Stasi-Chefs Ericht Mielke. [...]

Dank neuester Forschungen der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial und des Berliner historischen Forschungsinstituts Facts & Files, die von der Stiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur betreut wurde, steht jetzt fest, daß die DDR-Staatssicherheit außer Linse insgesamt weitere 178 Menschen aus Berlin verschleppt hat, davon 132 Männer und Frauen, die in West-Berlin ihren Wohnsitz hatten. Sie alle wurden den Moskauer Behörden ausgeliefert, im Gefängnis Butyrka erschossen und im einzigen Krematorium Moskaus auf dem Friedhof Donskoje verbrannt. Ihre Asche wurde mit der von rund 10 000 weiteren Opfern des sowjetischen Geheimdienstes MGB verscharrt. Das beeindruckende Ergebnis liegt jetzt gedruckt unter dem Titel "Erschossen in Moskau..." vor. [...]

 

Sven Felix Kellerhoff




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