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Wanderausstellung "Erschossen in Moskau..." Die deutschen Opfer des Stalinismus auf dem Moskauer Friedhof Donskoje 1950-1953

17. Juni 2008 bis 7. September 2008

Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt

Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn
An der BAB 2
39365 Marienborn

Telefon: (03 94 06) 92 09-0

Telefax: (03 94 06) 92 09-9

E-Mail: Info-Marienborn@stgs.sachsen-anhalt.de

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag  10.00- 17.00 Uhr

Führungen nach vorheriger Anmeldung


Die Ausstellung

Ergänzend zum Totenbuch dient die Wanderausstellung dazu, die bislang unerforschten Ereignisse um die Hinrichtung von nahezu 1000 Deutschen in Moskau und deren historische Zusammenhänge erstmals der Öffentlichkeit zu präsentieren. Sie widmet sich dem Leidensweg der Opfer, die in den Jahren 1950 bis 1953 zumeist durch ostdeutsche Behörden unter dem Vorwurf der Spionage verhaftet, von sowjetischen Militärtribunalen zum Tode verurteilt und vom sowjetischen Geheimdienst MGB in Moskau erschossen wurden. Jahrzehnte vergingen, in denen die Familien keinerlei Auskunft über den Verbleib ihrer Angehörigen erhielten, und für viele Betroffene bringen erst das Totenbuch und die Ausstellung Gewissheit über das Schicksal der Vermissten.

 

Für die Präsentation der historischen Materialien - Dokumente, Porträtaufnahmen und aktuelle Fotos von einstigen Schauplätzen, wie den Gefängnissen in Berlin und Moskau - wurde in Anlehnung an eine "Zelle" eine abgeschlossene Konstruktion gewählt. An den Innen- und Außenwänden finden sich mehr als 500 Porträts der in Moskau Erschossenen.


Aufbau der Ausstellung

Die Ausstellung thematisiert auf den Außentafeln den generellen Schicksalsweg der Opfer, die Methoden der Verfolgung, Verhaftung, Verurteilung und die anschließende Verschleppung der Todeskandidaten durch das MGB nach Moskau sowie die Hinrichtung im dortigen Gefängnis Butyrka. Ebenso finden sich hier Erläuterungen zu der langen vergeblichen Suche der Angehörigen und der wissenschaftlichen Aufklärung durch das Forschungsprojekt. Auf fünf der Innentafeln werden für die Zeit des Kalten Krieges "typische" Opfergruppen der Geheimdienste vorgestellt. So wird zum Beispiel auf den Widerstand von Jugendlichen aus der Oberschule Altenburg sowie Angehörigen der Universitäten Berlin und Rostock eingegangen. Die zwei mittleren Innentafeln sind den Namen und biografischen Daten der 927 in Moskau Erschossenen gewidmet.


Ausstellungskalender

 

17. Juni bis zum 7. September 2008 in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn

18. April bis 16. Juni 2008 Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg

für die Opfer politischer Gewaltherrschaft 1945-1989

6. März bis 15. April 2008 Gedenkstätte Point Alpha

24. Januar - 5. März 2008 Rathaus der Stadt Chemnitz

5. Dezember 2007 - 21. Januar 2008 Staatsarchiv Hamburg

5. bis 30. November 2007 Fachhochschule Eberswalde

10. September - 4. Oktober 2007 Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Truman-Haus, Potsdam

10. Juli - 4. September 2007 Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Torgau

11. Juni - 6. Juli 2007 Rathaus der Hansestadt Rostock

2. Mai - 4. Juni 2007 Sparkasse Vogtland in Oelsnitz

23. März - 28. April 2007 Gedenkstätte "Runde Ecke", Leipzig

23. Sept. - 3. Nov. 2006 Gedenkstätte "Roter Ochse", Halle

21. Aug. - 22. Sep. 2006 Thüringer Landtag, Erfurt

20. Juni - 30. Juli 2006 Landgericht Schwerin

5. Mai - 18. Juni 2006 Gedenkstätte Bautzen

1. April - 2. Mai 2006 http://www.stiftung-hsh.de/


Ansprechpartner für dieses Projekt: Frank Drauschke




 
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